„Für jedes Geschäftsmodell gibt es eine mobile Strategie!“

Veröffentlicht am von
team-image-ignition

die Gründer: Patrick Schwendemann, Tobias Vollert, Samir Ouariach (v.l.)

Mit dem Schwerpunkt auf Mobile haben die drei Gründer von IMAGE IGNITION Tobias Vollert, Samir Ouariach und Patrick Schwendemann bislang den richtigen Weg eingeschlagen. Zumindest hat sich bei den Kunden der ein oder andere Prominente untergemischt, wie z.B. der Gibson Club in Frankfurt oder die japanische Nudelbarkette MoschMosch – und das Geschäft brummt.

Studiert haben die drei an der Hochschule RheinMain bei Professor Dr. Stephan Böhm. Tobias Vollert, bei IMAGE IGNITION verantwortlich für IT-Management und die technische Umsetzung, stand für uns Rede und Antwort.

IMAGE IGNITION – der Name verrät es, hier geht es um zündende Ideen.
Wann kam Euch die Idee zur Gründung des Unternehmens?

Die Idee etwas Eigenes auf die Beine zu stellen kam uns eigentlich schon relativ früh während unseres Studiums im Fach Media Management an der Hochschule RheinMain. Wir hatten von Beginn an ähnliche Interessen und belegten die gleichen Studienprojekte, bei denen wir schnell registrierten, dass wir als Team sehr gut funktionieren. Während des Projektes „Mobile Recruiting“ für einen großen Energiekonzern im Jahr 2009 kamen wir erstmals mit dem Thema Mobile in Berührung. Dabei wurde eine webbasierte mobile Anwendung entwickelt und mit einer QR-Code-Kampagne kombiniert. Schon zu diesem frühen Zeitpunkt waren die Zugriffszahlen vielversprechend.

Wir waren sofort Feuer und Flamme für das Thema und erkannten das enorme Potential des mobilen Sektors, der sich zu diesem Zeitpunkt aber noch in den Kinderschuhen befand. Somit war klar, dass dies das zentrale Element von IMAGE IGNITION werden sollte. Der Name spiegelt unsere Leitidee wieder und beschreibt die Zündung von neuem Potential durch die Integration von innovativen mobilen Lösungen in das Geschäftsmodell unserer Kunden. Seit unserem Abschluss 2012 hat sich aus dieser Idee die Agentur für digitale Kommunikation IMAGE IGNITION mit Sitz in Offenbach am Kaiserlei entwickelt.

Ihr setzt von Anfang an auf Mobile als zentrales Element für die Online-Strategie Eurer Kunden. Gehen sie diesen Weg mit Euch?

 Jein! Unser Portfolio umfasst natürlich nicht nur die mobilen Apps, sondern auch individuelle Websites und Webanwendungen vom Ticket- bis hin zum Buchhaltungssystem, zugeschnitten auf das jeweilige Geschäftsmodell unserer Kunden. Viele dieser Kunden haben den mobilen Kanal zunächst weiter hinten auf der Prioritätenliste angesetzt und wollen zunächst erst einmal „nur“ eine neue Website.

Unser Ziel und Anspruch ist es jedoch bei jedem Termin das Thema Mobile und dessen Möglichkeiten speziell für den Kunden zu beleuchten und greifbar zu machen. Hier leisten wir extrem viel Aufklärungsarbeit und denken uns in die Geschäftsprozesse ein, um dann zu schauen wie die technischen Möglichkeiten des mobilen Web darauf angewandt werden können. Viele unserer Kunden sind begeistert wenn sie erstmals von den Möglichkeiten des mobilen Web hören und gehen diesen Weg dann auch mit uns. Natürlich kommt es aber auch vor, dass eine spezielle webbasierte mobile App (auch WebApp genannt) für den Kunden nicht unbedingt notwendig ist und ein einfaches Responsive Design vollkommen ausreicht.

Was sind die entscheidenden Vorteile von Mobile?

Zunächst möchten wir betonen, dass unser Fokus ganz klar auf webbasierten mobilen Apps, sprich WebApps, liegt. Die technischen Möglichkeiten im mobilen Web haben sich in den letzten drei bis vier Jahren so enorm weiterentwickelt, dass eine native App für die Stores bei den meisten unserer Kunden nicht zwingend notwendig ist. Eine WebApp wird über die bekannte URL des Unternehmens automatisch aufgerufen, sobald ein Nutzer diese über den Browser seines Smartphones eingibt. Das heißt, dass wir mit der WebApp vollständig unabhängig vom Betriebssystem des Smartphones und den einzelnen Appstores mit ihren ggf. langwierigen Veröffentlichungsmechanismen sind.

Die Entwicklung einer einzigen webbasierten Anwendung ist ausreichend um 100 Prozent der Zielgruppe erreichen zu können. Die großen Vorteile gegenüber rein stationären Anwendungen sind die mobilspezifischen bzw. kontextorientierten Funktionen mit denen eine WebApp ausgestattet werden kann. Für eine Restaurantkette bietet sich ein Store Locator an, mit dem der Nutzer unterwegs standortbezogen die Anfahrt zum nächstgelegenen Restaurant angezeigt bekommen kann. Auch Vertragsabschlüsse oder Vollmachten können über ein Formular ausgefüllt und per Touchscreen rechtskräftig unterschrieben werden.

Dies sind nur wenige Beispiele von Lösungen die wir auch bereits so für Kunden umgesetzt haben. Hier rückt erneut der mobile Mehrwert unserer Lösungen in den Vordergrund. Für jedes Geschäftsmodell gibt es Ideen die Möglichkeiten des mobilen Web anzuwenden, um sowohl der Zielgruppe des Unternehmens, wie auch dem Unternehmen selbst, einen Mehrwert zu bieten.

Wird dieser Bereich weiter ausgebaut?

Ein klares Ja! Die Zugriffszahlen mit mobilen Endgeräten auf Unternehmenswebsites zeigen es jetzt schon. Je nach Branche liegen wir hier zwischen 20-50% Zugriffen von mobilen Endgeräten, Tendenz steigend. Schnelle, einfache Informationsgewinnung für unterwegs ist heutzutage ein extrem wichtiges Kriterium um seine Kunden langfristig binden zu können. Seit April 2015 ist der mobile Zugang einer Website nun auch offizielles Rankingsignal von Google. Gibt es also keine mobiloptimierte Version der eigenen Unternehmenswebsite, so straft Google dies ab. Dann landet man im Zweifelsfall bei den Suchergebnissen hinter einem Konkurrenten, der die Zeichen der Zeit bereits erkannt hat und seine Website zumindest im Responsive Design hat entwickeln lassen, bestenfalls aber mit einer WebApp inklusive mobilspezifischer Zusatzfunktionen erweitert hat.

Die großen Unternehmen machen es vor und sind in diesem Bereich schon seit einiger Zeit aktiv, der Mittelstand fängt nun so langsam an nachzuziehen. Das Potential ist aber weiterhin enorm, da es mit der reinen Lesbarkeit auf kleineren Displays nicht getan ist. Für jedes Geschäftsmodell gibt es Möglichkeiten seine mobile Strategie auf- oder noch weiter auszubauen. Gleichzeitig entwickeln sich die technischen Möglichkeiten ebenfalls weiter und ermöglichen so einen stetigen Fortschritt.

Ihr habt in Wiesbaden studiert, seid dem Rhein-Main-Gebiet treu geblieben. Der Mobile-Standort ist also gut?

Das Rhein-Main-Gebiet ist eine der wirtschaftsstärksten Regionen in Deutschland und somit auch sehr aufgeschlossen für technische Innovationen. Wir finden den Standort perfekt um unsere „mobile Message“ zu verbreiten, da die Vielfalt der Unternehmungen hier riesig ist. Mit dem Frankfurter Flughafen als internationales Drehkreuz ist das Rhein-Main-Gebiet belebt durch Einflüsse und Ideen aus aller Welt und das merkt man auch den Unternehmen an.

Kategorie: Aktuelles, Interview | Tags: ,
Kommentare sind deaktiviert